Kleine und mittelständische Unternehmen bilden das Rückgrat unserer Volkswirtschaft. Während international agierende Großkonzerne den größten Anteil der öffentlichen Aufmerksamkeit genießen und weithin als „die Wirtschaft“ wahrgenommen werden, stellen kleine und mittelständische Unternehmen den weitaus größten Anteil an sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung und erbringen den größten Anteil der Steuerleistung für den Staat.

Umso wichtiger ist es, kleine und mittelständische Unternehmen zu stärken und deren Fortbestand zu sichern.

Zwar verläuft die Entwicklung der Unternehmensinsolvenzen derzeit stagnativ bis leicht rückläufig. Geschuldet ist dies jedoch den derzeit guten Konjunkturdaten. Fast einhellig gehen Experten davon aus, dass die Anzahl der Unternehmensinsolvenzen wieder ansteigt, wenn sich die Wirtschaftsentwicklung abkühlt.

Die Ursachen für Unternehmenskrisen sind vielfältig. In den seltensten Fällen allerdings stellen sich Krisen plötzlich ein. Vielmehr werden Alarmsignale häufig nicht erkannt oder falsch bewertet.

Viele auftretende Krisen-Symptome werden durch die betroffenen Unternehmer und deren Manager bagatellisiert und etwa mit allgemeinen konjunkturellen Entwicklungen begründet.

Notwendige Maßnahmen zur Restrukturierung des Unternehmens bleiben dann aus oder es verstreicht wertvolle Zeit für geordnete Sanierungsprozesse, in denen traditionell ein weitaus besseres Kommunikationsklima mit den zu beteiligenden externen Partnern wie Gläubigerbanken, Darlehensgebern, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und Lieferanten vorherrscht.

Jede Unternehmenskrise ist individuell. Eine Verallgemeinerung typologisierter Krisenszenarien ist somit kaum möglich. Dennoch unterscheiden wir im wesentlichen zwischen nachfolgend beschriebenen Krisen, die häufig aufeinander aufbauen und somit als Eskalationsstufen betrachtet werden können: